Angels erstes Jahr

Hier möchte ich alle interessanten Dinge notieren, die wir mit Angel im ersten Jahr erleben durften.

Dazu gehören: 1. Hundeschulerfahrungen
                         2. erste Läufigkeit, Kastration und Scheinschwangerschaft
                         3.
unsere erste Hunderallye
                         4
. Kinderkrankheiten

                                                                                                                                                                                          


 1. Hundeschulerfahrungen

Da wir Hundeneulinge sind, stand für mich von Anfang an fest, dass wir mit Angel so schnell wie möglich in eine Hundeschule müssen. Die Auswahl ist ja groß genug, nur leider weiß man nicht, worauf es wirklich ankommt. Wer sich selber ein Bild von den Hundeschulen machen möchte kann dies gerne tun, indem er auf die verlinkten Schulnamen klickt.

Die erste Hundeschule "Dog´s College" habe ich mir ausgesucht, weil sie gut zu erreichen war und viele Geräte auf dem Platz standen, was schon mal sehr lustig und anregend aussah. Mit zwölf Wochen war Angel dann auch das erste Mal Mitte August 2004 mit dabei und fand es super. Die Welpen durften lange spielen und toben und wir haben nur kurze Sequenzen mit den Kleinen gearbeitet. Die Konzentration reicht ja auch nicht für viel. Außerdem war es viel wichtiger und schöner, die ganzen Turngeräte zu erkunden. Dabei war unsere Trainerin auch immer sehr bedacht, dass man den Hund nicht zwingt, schiebt oder schubst, sondern nur mit Leckereien und Lob zu neue Abenteuern ermuntert. Angel hatte da eine wirklich schöne Zeit und hat viele Geräte und Geräusche kennen lernen dürfen. Für uns Hundebesitzer gab es immer mal wieder kurze Theorieeinsätze, wo wir auch Material zum Lesen nach Hause mitbekamen. Als sie allerdings älter und selbstbewußter wurde, hat mir die Hundeschule nicht mehr wirklich viel geboten. Die Gruppen erschienen mir zu groß und es waren immer sehr viele Menschen mit auf dem Platz, es kam mir etwas zu wuselig vor. Daher habe ich Mitte Oktober 2004 zur nächsten Hundeschule gewechselt.


Die zweite Hundeschule ist unser örtlicher PolizeihundeVerein. Da war ich zuerst sehr skeptisch, in welchen Ton dort mit uns und den Hunden gesprochen wird, weil ich bei Spaziergängen manchmal Ausschnitte der Schutzhundausbildung mitbekommen hatte. Aber ich wurde wirklich angenehm überrascht. Ich konnte in einen schon angefangenen Junghundkurs mit einsteigen und Angel lernte dort wirklich viel, z.B. was Fuß, Platz, Sitz, Bleib usw. anging. Die zwei Trainer für ca. 6 Hunde hatten auch immer ein Polizeihundeverein BurgdorfAuge auf uns, und so wurden wir stets mitkorrigiert, was ich als sehr hilfreich empfand. So bekamen wir stets gesagt, dass wir uns nicht immer über den Hund beugen sollen (Bedrohung) und beim Fuß gegen ruhig etwas dynamisch die Runden drehen können, damit die Hunde auch Spaß haben. Spannend waren auch immer die Übungen mit den aufgebauten Verstecken für die Besitzer. Das Herrchen lief vor den Augen des Hundes in das Versteck und hat von dort aus gerufen. Diese Übung sollte die Bindung zum Herrchen zeigen und bestätigen. Als alle Hunde dies super meisterten, wurde es schwieriger. Es gab nun zwei Verstecke mit je einem Herrchen drin, das gerufen hat. Die entsprechenden Hunde mussten nun über Kreuz zum richtigen Herrchen laufen, ohne sich von dem anderen Hund ablenken zu lassen. Auch Übungen mit einem klingelndem Fahrradfahrer, der auf dem Platz an den Hunden vorbei radelte oder die im Foto oben gezeigten Slalomübungen wurden geübt. Leider waren die 7 Stunden schnell vorbei, und uns wurde ein Folgekurs in Aussicht gestellt, der jetzt Ende April starten soll. Dort sollen die ersten Vorbereitungen für die Begleithundeprüfung geübt werden. Ob wir jemals so gut werden, dass wir die BH schaffen, weiß ich noch nicht, aber auf den Kurs freuen wir uns schon sehr. Da aber zwischen den Kursen fast ein halbes Jahr Winterpause gelegen hat, sind wir zwischenzeitlich ab Anfang Februar 2005 in eine dritte Hundeschule gegangen.

Die dritte Hundeschule "Harre" ist die wohl bekannteste in unserem Umfeld, und man bekommt daher nur sehr schwer einen Platz. Wir hatten aber Glück, und so konnten wir mit einer Theoriestunde ohne Hund starten. Das fand ich sehr sinnvoll und informativ, und es machte richtig neugierig auf das Kommende. In den Unterrichtsstunden haben wir erst mal wieder die Basics aufgefrischt und uns Grundlagen erarbeitet. So haben wir zum Beispiel viele wichtig Tipps für das alltägliche Zusammenleben, aber auch kleine Übungen als Hausaufgaben bekommen, die wir zuhause wiederholen sollten. Bei uns hat zum Beispiel der Tipp, den Blickkontakt von Angel zu uns mit Leckerchen zu bestärken unwahrscheinlich gut gewirkt. Angel bekam nun jedes Mal, wenn sie mich angeschaut hat ein Leckerchen und ich hatte sofort einen Hund, der ohne an der Leine zu ziehen, mir am Fuß klebend überall hinfolgte. Nach und nach gab es natürlich immer weniger Leckerchen und dafür mehr verbales Lob. Ich kann nur jedem raten, es auch einfach mal auszuprobieren. Es lohnt sich bestimmt (vor allem wenn man ein "futtergeiles" Hundexemplar hat). Wir machten aber auch Übungen mit der Schleppleine, arbeiteten viel mit dem Clicker und waren vor allem viel draußen unterwegs und nicht nur auf dem Hundeplatz. Harre Hundererziehung

nach oben


2. erste Läufigkeit, Kastration und Scheinschwangerschaft

Die Läufigkeit

Am Valentinstag (also am 14.Feb.05) war es dann auch bei Angel soweit, dass sie zum ersten Mal läufig geworden ist. Sie war zu dem Zeitpunkt knapp 8,5 Monate alt. Bemerkt habe ich es durch ein paar Blutströpfchen auf ihrer Decke und dass sie sie verstärkt sauber geleckt hat. Da wir schon ein Höschen geschenkt bekommen hatten, konnte ich gleich mal ausprobieren, wie Angel darauf reagiert. Wir waren total erstaunt, dass sie nicht versucht hat, das Höschen abzumachen. Auch als sie alleine zuhause war, hatte sie es immer artig an, wenn wir wieder kamen. Ich hab ihr noch zusätzlich eine umgenähte Unterhose angezogen, als zusätzlichen Tropfschutz, obwohl die Blutungen nicht so stark waren und sie auch immer selber dafür sorgte, dass alles sauber ist. Nur wenn sie schlief konnte sich halt etwas mehr Blut ansammeln, aber dafür war ja der Schlüpfer da. Nach 10 Tagen waren die Blutungen dann auch vorbei.

wenn ihr unbedingt meint...

Das Spazierengehen war in den 3-4 Wochen natürlich nicht so schön, weil ich sie überwiegend an der Leine hatte und bei jedem Rüden vorwarnen musste, obwohl wir schon versucht haben, allen mehr oder weniger aus dem Weg zu gehen.

 Die Kastration

Natürlich gibt es immer Vor- und Nachteile eines solchen Eingriffs, und wir haben uns nun mal dafür entschieden, Angel kastrieren zu lassen. Man hört und liest so viel und egal mit wem man spricht, man bekommt 1000 unterschiedliche Dinge zu hören. Natürlich ist das Risiko da, dass etwas bei dem Engriff schief geht, und auch dass sie danach dick wird und sich im Wesen verändert. Auch die mögliche Inkontinenz nach dem Eingriff ist nicht von der Hand zu weisen, genauso wenig wie die Schmerzen für den Hund.

Trotzalledem haben wir uns für den "bequemen" Weg der Kastration entschieden. Damit fällt das Risiko der Gebärmuttervereiterung weg, der Stress mit den verliebten Rüden reduziert sich und wir brauchen keinen ungewollten Nachwuchs zu fürchten. Ein für uns nicht so besonders relevanter Vorteil ist, dass die Blutungen dann aufhören (war für uns ja kein Problem, durch die artige Höschenangel ist, aber was man bei so manch anderen Hündinnenbesitzerinnen hört...)

Den Termin für ihre Kastration haben wir auf Ende Mai   festgesetzt.

  Mal schauen, ob es bei dem Termin bleibt, weil sie zur   Zeit noch leicht scheinträchtig ist, was man daran   erkennt, dass die Zitzen noch geschwollen sind
(siehe   Foto).

  Ein Bericht über die Kastrationserfahrungen folgt dann   selbstverständlich.

  Neues zur Scheinschangerschaft:
  Mittlerweile ist Ende Mai und Angel ist immer noch   hochscheinschwanger. Sie hat sogar angefangen   Milch   zu produzieren und bemuttert ihr gelbes   Quitscheentchen. Der Tierarzt hat uns Abstillhormone   gegeben, um die Abschwellung zu beschleunigen,   aber   irgendwie scheint sich bei Angel nichts zu tun.   Insgesamt ist sie sehr viel wehleidiger und   anhänglicher  geworden. Aber leider verteidigt sie nun auch viel stärker ihr Körbchen gegenüber Besuchern und auch beim Auto gibt es erstmal leichtes Geknurre wenn jemand einsteigen möchte, der nicht zur Familie gehört. Wir unterbinden dies natürlich sofort, hoffen aber, dass es tatsächlich nur mit den Hormonen zusammen hängt und von alleine besser wird, wenn die Scheinschwangerschaft wieder vorbei ist.
Ansonsten hat unser Tierarzt schon gesagt, dass er die Ohren offen hält, ob irgendwo eine Hundeamme gebraucht wird... na, ob dass das Richtige für Madame Oberzicke wäre?
Ich würde mich natürlich sehr über ein kleines Tiger- oder Affenbaby freuen ;-)

nach oben



3. unsere
erste Hunderallye

Durch einen kleinen Zeitungsartikel im Mai 2005 wurde ich auf die Hunderallye aufmerksam. Es hieß, dass jeder mitmachen kann, der Spaß an gemeinsamen Unternehmungen mit seinem Hund hat.Organisiert wurde es ganz toll von der Hundeschule Dogs College, wo wir ja auch schon unsere Welpenschule gemacht hatten. Für uns stand fest, dass wir das unbedingt mal ausprobieren wollten. Ganz zu Angels Freude ist auch Ronja, ihre beste Hundefreundin, mitgekommen.

Die Strecke ging ca. 1,5 Stunden durch Wald und Wiesengebiet, bei allerschönsten Sonnenschein. An 9 Stationen mussten man einen kleinen Stopp einlegen und Aufgaben lösen, für die es dann Punkte gab. Die Fotos zeigen einige der Übungen. Angel ist immerhin auf 35 Punkte gekommen, was uns einen stolzen 16. Platz eingebracht hat (dass es nur 25 Teams waren, muss man ja nicht so deutlich sagen:-)
 

 Den Hund in die Schubkarre und los geht`s. Angel  war ganz tapfer trotz des Seegangs....

ganz schön wackelig

 Bloss nicht den Ball auf dem Löffel fallen lassen.  Auch wenn Angel einen begeistert anhüpft!

Eierlauf

 Über ein kleines Hindernis, dann Slalom und zum  Schluss durch den Reifen. Kein Problem für Angel

Mini-Agility-Pacours

 Wer findet in dem Bällchenkorb zuerst das  Leckerchen? Herrchen natürlich!

Leckerchen finden

 
Es war wirklich ein ganz toller Sonntag, der auch Angel viel Spaß gemacht zu haben scheint. Natürlich ist sie zu Hause erstmal platt in ihr Körbchen gefallen, weil wir doch insgesamt 4 Stunden unterwegs waren und ja sooo viele fremde Hunde einem vor die Nase gelaufen sind. Wenn so etwas aber noch mal in unserer Nähe angeboten wird, sind wir auf jeden Fall wieder mit dabei!


4. Kinderkrankheiten

Natürlich sind auch uns ein paar "Kinderkrankheiten" nicht erspart geblieben. Zum Glück sind es alles Dinge gewesen, die uns war erschreckt oder verwundert haben, die aber alle wieder verheilt sind oder die wir wieder in den Griff bekommen haben.

So auch zum Beipiel der Impfpickel, den Angel sich bei ihrer ersten Tollwutimpfung im September 04 zugezogen hatte. Erst war es nur ein kleiner Knubbel an ihrer Seite, aber nach ein paar Wochen war der Knubbel wie ein halber Tischtennisball groß und wir sind ab zum Tierarzt. Dieser meinte, dass es normal sei und nicht weggeschnitten oder punktiert werden müsse, weil dann immer ein Wundrisiko entstehen würde. Also haben wir zähneknirschend abgewartet, bis der Pickel tatsächlich nach ca. 5-6 Monaten verschwand. Nun haben wir wieder einen wunderschönen, glatten Dalmi :-)

Das Nächste, mit dem uns Angel ein wenig erschreckte, war ihr Rückwärtsniesen.
Uns fiel es zum ersten Mal auf, als sie vielleicht gerade mal 14 Wochen alt war. Sie verkrampfte sich leicht am ganzen Körper und zog die Luft komisch, schweratmend, fast keuchend in sich hinein. Das ganze dauerte nur kurz, hat uns aber trotzdem sofort an einen Asthmaanfall erinnert. Aber dank Internetforen und unserem Tierarzt war schnell klar, dass Angel kerngesund ist, aber bei Aufregung, ähnlich wie bei einem Schluckauf, mit dem Rückwärtsniesen reagiert. Die Niesattacken wurden dann auch mit zunehmendem Alter immer seltener, so dass sie jetzt mit 1 Jahr vielleicht alle 2 Monate mal eine hat. Wenn dem so ist, hilft es dem Hund den Kopf nach oben zu halten und ihn durch Nase zuhalten zum schlucken zu bringen.

Die dritte Eigenart von Angel ist das morgendliche Magenquietschen. Dieses tauchte zum ersten Mal kurz vor ihrer ersten Läufigkeit auf und zwar verdammt früh morgens (also für Studenten noch mitten in der Nacht) um 05-06 Uhr. Da wir uns nicht zu helfen wussten, gingen wir eben eine kleine Runde mit ihr spazieren. Vielleicht war ihr ja übel, oder sie musste mal? Sie hat das Magenquietschen nämlich immer mit sehr wehleidigem Gejammere untermalt. Draußen hat sie sich dann immer sofort über grüne Grass hergemacht, als ob sie tagelang nichts zu fressen bekommen hätte. Das Ganze ging so für ca. eine Woche, bis ich mal wieder im Netz fündig wurde und den tollen Tipp ausprobierte ihr ein trockenes Brötchen oder ähnliches zu geben. Es hieß, dass durch den leeren Magen am Morgen das Quietschen entsteht und durch die Übersäuerung das Unwohlsein beim Hund kommt. Also haben wir jetzt immer Zwieback im Haus und unser Problem war mal wieder gelöst :-) 


 nach oben

Copyright: Anne Rothmann, 2.4.05, aktualisiert: 31.05.05